Wendelinusfest 2017

Einladung zum Wendelinusfest und zum Gemeindeabend am Freitag, 20. Oktober 2017 

Die Kath. Kirchengemeinde St. Wendelinus Bühl feiert in diesem Jahr am Gedenktag des Hl. Wendelinus ihr 150. Kirchenpatrozinium.

Der hl. Wendelin gilt als viel verehrter Bauernheiliger. Zeugen dieser Verehrung gibt es viele in Süddeutschland. Die Verehrung des hl. Wendelinus verbreitete sich durch die Auswanderung vieler Deutscher nach Nordamerika und in den osteuropäischen Ländern.  Wenn auch die Technik beim Bauernstand längst ihren Einzug hielt, so erfreut sich der hl. Wendelin bis in unserer Zeit noch große Verehrung. So hat der der Wendelinusritt von Gutenzell zur Wendelinuskapelle nach Niederzell und unser Kirchenpatrozinium eine lange Tradition. Weiß doch jeder gläubige Christ, dass bei allen menschlichen Bemühungen und Technisierung der Segen von „Oben“ dazu kommen muss. 

So ist der hl. Wendelin ein großer Fürsprecher bei Gott für uns Christen geblieben.

Die Kirchengemeinde Bühl möchte Pilger aus Nah und Fern zum Jubiläumsgottesdienst recht herzlich einladen. 

Am Freitag 20.Oktober 2017   
10.15 Uhr Hochamt
Festprediger: Prälat Franz Glaser
danach Stehempfang im Schulhaus, anlässlich des 150 jährigen Bestehens der Kirchengemeinde St. Wendelin Bühl
18.30 Uhr Andacht zum hl. Wendelin
anschließende Gemeindeabend im Schulhaus 

Seit 1992 wird zum Wendelinusfest auch ein Gemeindefest abgehalten, der recht unterhaltsam und schon längst zur Tradition gehört. Dieses Jahr wollen wir den Gemeindeabend am Freitag, 20. Oktober, nach der Wendelinus-Andacht feiern. Ein Gemeindefest soll ja von allen Altersgruppen besucht sein. Es soll ein Fest für alle sein. Dieses Jahr feiern wir ja das Jubiläum - 150 Jahre selbständige Kirchengemeinde Bühl. Ein sicherlich netter unterhaltsamer Abend wird zusammengestellt. Selbstverständlich wollen wir diejenigen die immer mit dabei sind einladen, aber auch diejenige die noch nie dabei waren.

Beginnen wollen wir wie jedes Jahr mit einem Vesper.

(Karl Thanner)

150 Jahre St. Wendelinus Bühl - 20. Oktober 2017

150 Jahre Kirchengemeinde St. Wendelinus Bühl 

Die Besiedelung im Dorf Bühl, oder früher Buhel war an der früheren so genannten Salzstraße vor über 600 Jahren bekannt. Der Schmied und die Taverne. 

Den Schmied und die Taverne gab es schon seit 1417 und sie waren wichtige Einrichtungen zu einem wichtigen Verkehrsweg. Eine Kapelle die „zu Unserer Lieben Frau“ geweiht war, gab es schon um 1530. 

Über die 150-jährige Selbständigkeit der Kirchengemeinde St. Wendelinus gibt es folgendes berichten: 

Bühl war ja bis 1867 Pfarrfiliale von Rot. 

Die Verehrung des hl. Wendelin dürfte nach dem 30-jährigen Krieg gekommen sein, jedoch vor 1697.  So  waren es dann doch Jahrhunderte dass der Ort Bühl nach Rot gehört hatte. Das heißt aber auch, dass unsere Vorfahren hier keine Schule hatten und keinen Friedhof, siehe Gedenktafel, die viele Jahre an der Roter Kirche eingemauert war. Nicht umsonst gibt es in Bühl einen Kirchenweg nach Rot.

Heute würde man sagen keine Schule im Dorf, das ist doch nicht schlimm, die Kinder werden ja abgeholt mit dem Bus. Ja das war damals nicht so, nicht einmal das Fahrrad gab es, alles musste zu Fuß zurückgelegt werden ob zur Schule ob zur Kirche ob zum Friedhof.

Dass man hierzu eingespannt hatte (Pferdegespann), das dürfte wohl die Ausnahme gewesen sein.

Aus dieser Situation heraus kann man verstehen, dass bei unseren Vorfahren das Bestreben nach Selbständigkeit groß war. Hinzu kam noch eine Unstimmigkeit um 1860 wegen dem Schulhausbau in Rot.

Bei einer Bürgerversammlung entschieden die Bühler:

wir wollen selbständig werden.“

Selbst die Kosten die nun hier entstanden scheuten sie nicht. Eine Stiftung zu diesem Zweck war wohl schon längst vorhanden, diese reichte aber nicht aus. Sie wurde erheblich aufgestockt. Auch ehemalige Bühler die weggeheiratet hatten, haben hierzu gespendet.

So konnte 1861 das Schulhaus gebaut, und 1863 den Friedhof angelegt werden, 1864 die Kirche vergrößert und schließlich 1865 / 66 das Pfarrhaus gebaut werden.

1867 kam dann der erste Pfarrer nach Bühl. Doch zuvor wurde durch den Rottenburger Bischof Dr. Josef  Lipp unsere Kapelle zur Dorfkirche erhoben und Bühl zur selbständigen Pfarrei mit allen Rechten und Pflichten beurkundet.

Franz Schiebel feierte am 6. Juni 1867 Investitur in Bühl. Dies ist auf seiner Grabplatte in der Friedhofskapelle festgeschrieben: Franz Schiebel  geboren in Rottenburg, seit dem 6. Juni 1867erster Pfarrer von Bühl. Auf dessen Grabstelle wurde dann die kleine Friedhofskapelle gebaut.  

150 Jahre sind nun vergangen. Eigentlich noch eine junge Kirchengemeinde. Unsere Vorfahren waren über Jahrhunderte fest eingebunden in der Kirchengemeinde St. Georg von Rot. Sie hatten wie die Roter Bürger am Kirchenbau 1718 (Kirchenvergrößerung), wie auch beim Pfarrhaus Neubau im Jahre 1829 ihre Beiträge geleistet. 

Nun, eigene Pfarrer hatten wir nicht viele. Auf diese Situation hatte schon Bischof Dr. Paul Wilhelm Keppler bei einem Besuch 1924 hingewiesen, dass es schwierig sein wird, so kleine Gemeinden mit einem Pfarrer zu besetzen. 

Doch viele Pensionäre konnten wir aufnehmen, einige sind uns noch in Erinnerung. Wer nun für Bühl zuständig war, da sind wir des Öfteren  hin und hergeschoben worden. Bis Bühl nun schließlich zum Pfarrverband Burgrieden und jetzt zur Seelsorgeeinheit Unteres Rottal gehörte.

Dem 100 jährigem Jubiläum unserer Kirchengemeinde gedachte 1967 am Wendelinusfest Pfarrer Kanonikus Alfons Maier. 

Das 125 jährige wurde wieder am Wendelinusfest 1992 mit Pfarrer Paul Gindele festlich gefeiert, Festprediger war Weihbischof i. R. Anton Herre. 

Das 140 jährige wurde mit Pfarrer Magnus Weiger ebenfalls am Kirchenpatrozinium gefeiert, Festprediger war Prälat Franz Glaser. 

In diesem Jahr, also zum 150. Jubiläum wird das Wendelinusfest mit Pfarrer Stefan Ziellenbach gefeiert. Als Festprediger hat wieder Prälat Franz Glaser zugesagt. 

Möge der Glaube an Gott
und das Vertrauen zum hl. Wendelin
und der Eifer für das Gotteshaus
das unsere Vorfahren gehabt hatten
auch unseren Generationen erhalten bleiben!                                                         

  Karl Thanner

 

 

Patrozinium in St. Wendelinus Bühl

Die Kath. Kirchengemiende St.Wendelinus Bühl feiert nach alter Tradition jedes Jahr am Gedenktag des Hl. Wendelinus ( 20. Oktober) das Patrozinium.

Der Hl. Wendelin gilt als viel verehrter "Bauernheiliger". Zeugen dieser Verehrung gibt es viele in Süddeutschland. Die Verehrung des Hl. Wendelinus verbreitete sich durch die Auswanderung vieler Deutscher nach Nordamerika und in die osteuropäischen Länder. Kirchen und Kapellen, Bildstöcke und dergleichen, die dem Hl. Wendelin geweiht sind, kann man überall antreffen.

Wenn auch die Technik beim Bauernstand längst ihren Einzug hielt, so erfreut sich der Hl. Wendelin bis in unserer Zeit noch großer Verehrung. Wie z.B. der Wendelinusritt von Gutenzell zur Wendelinuskapelle nach Niederzell hat auch unser Kirchenpatrozinium eine lange Tradition.

Weiß doch jeder gläubige Christ, dass bei allen menschlichen Bemühungen und Technisierung der Segen von "Oben" dazu kommen muss. So ist der Hl. Wendelin ein großer Fürsprecher bei Gott für uns Christen geblieben.

 

  • Das Patrozinium wird in Bühl jedes Jahr am 20. Oktober gefeiert. 
  • 10.15 Uhr Hochamt
  • am Nachmittag um 14 Uhr Wendelinusandacht mit Spendung des Einzelsegens
  • anschließend Kaffeenachmittag im Pfarrhaus Bühl

 

 

 

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