Kirchenkonzerte

„Achstetter Kirchenkonzerte“

Seit der Einweihung der Link-Orgel im Sommer 2001 finden in Achstetten mehrmals jährlich Orgelkonzerte mit bedeutenden Künstlern aus der Region statt. Zu einer guten Tradition sind inzwischen auch die Familienkonzerte geworden, die einmal jährlich Groß und Klein die Orgel mit bekannten Stücken wie der „Moldau“, dem „Karneval der Tiere“, dem „Zauberlehrling“, „Peter und der Wolf“ oder dem „Nussknacker“ näher bringen.

 

Hier ein Ausblick auf die nächsten Konzerte jeweils um 18 Uhr in der Kirche St. Oswald in Achstetten:

Sonntag, 29. Mai 2022 Ilara-Quartett (Saxophon-Quartett)

Sonntag, 19. Juni 2022

Sonntag, 16. Oktober 2022

Sonntag, 27. November 2022 (1. Advent)

Kirchenkonzert am 29. Mai 2022

Wenn sich vier Saxophonistinnen aus der Iller-Region zu einem Quartett zusammenschließen, stellt sich fast wie von selbst der Bezug zur Flussgöttin Ilara. Frisch und sprudelnd wie die Iller klingt die Musik des Ensembles bestehend aus Silvia Bleicher – Sopransaxophon, Carmen Wahl – Altsaxophon, Simone Schuster – Tenorsaxophon und Jasmin Zimmer – Baritonsaxophon.

Das Achstetter Kirchenkonzert am So, 29. Mai um 18 Uhr gibt Ihnen die Möglichkeit, sich ganz dem Fluss der Musik zu überlassen. Ilara möchte Ihnen mit Werken wie der „Ouvertüre zu Candid“ von L. Bernstein, „Songs for Tony“ (die Michael Nyman einem sterbenden Freund widmete), dem „Premièr Quatuor“ von J.B. Singelée und vielen anderen eine stimmungsvolle und abwechslungsreiche Stunde schenken.

Der Erlös des Konzerts geht zugunsten des Förderkreises für intensivpflegebedürftige Kinder Ulm e.V..

Konzert am 10. Oktober 2021: Werke für zwei Spieler an einer Orgel anlässlich des Jubiläums 20 Jahre Link-Orgel

Den Beginn des Konzertes bildeten die Konzert-Variationen des US-Amerikaners Eugene Thayer über den Choral Nüremburg, der an das Kirchenlied „Liebster Jesu, wir sind hier“ erinnert. Es folgte die Introduktion in Es-Dur von Samuel Wesley, die er zur großen Fuge in Es-Dur von J. S. Bach geschrieben hat und die in einer Fassung von Vincent Novello, Wesleys Duo-Partner, ebenfalls vierhändig und -füßig erklang. Dazu muss man wissen, dass Orgelmusik zu vier Händen zu den Besonderheiten vor allem der englischen Orgelliteratur zählt, weil bis weit ins 19. Jahrhundert hinein die Orgeln des Landes kein selbstständiges Pedal besaßen. Nils Gade bearbeitete ebenfalls ein Werk von Johann Sebastian Bach („Sei gegrüßet Jesu gütig“), das im Anschluss erklang. Es folgte das liebliche Adagio für eine Flötenuhr (also für einen selbstspielenden Orgelautomaten, die vor allem im ausgehenden 18./ Beginn des 19. Jahrhunderts aufkamen) von Ludwig van Beethoven gefolgt von seiner berühmten 5. Sinfonie, die der Orgel mächtige sinfonische Klänge entlockte. Den Abschluss des Konzertes bildete die moderne „Petite Suite“ des Kanadiers Denis Bédard. Aufgrund der Corona-Bestimmungen war es nicht möglich, das Publikum (auch nur teilweise) zum Zuschauen auf die Empore zu bitten. Deshalb wurde das Konzert auf eine Leinwand vor den Kirchenbänken übertragen, so dass die Zuschauer dem Spiel und dem Wechsel der Manuale sowie der Register auch mit den Augen folgen konnten. Am Ende bedankten sich Andrea und Marius Schöttler für den kräftigen Applaus mit Charles Callahans rhythmisch geprägter „Fiesta“.

Achstetter Kirchenkonzerte mit Adriano Orlandi (Horn) und Andrea Schöttler (Orgel)

Erstmals nach Ausbruch der Corona-Pandemie fand am 11. Oktober 2020 wieder ein Konzert im Rahmen der Achstetter Kirchenkonzerte statt. Adriano Orlandi (Horn) und Andrea Schöttler (Orgel) musizierten bei ausgebuchter Kirche Werke verschiedener Stile und Epochen. Mit ein paar einleitenden Worten erklärte Orlandi die Geschichte und Funktion eines Naturhorns, für das das erste Stück (L´appel du matin von Charles Koechlin) geschrieben wurde. Mit den Toccaten von Johann Sebastian Bach und Max Reger kam eine spezielle Gattung für Orgel mit Läufen und virtuosen Stellen zu Gehör. Gemeinsam musizierten die beiden eine Sonate von Pepusch, einen innigen Satz eines Haydn-Hornkonzerts, die träumerische Rêverie von Alexander Glasunow sowie ein eingängiges Lied ohne Worte des Strauss-Freundes Oskar Franz. Den Abschluss bildete das virtuose Präludium und Fuge über BACH von Franz Liszt für Orgel solo. Die Musiker bedankten sich für den Applaus mit einer Danza.