Brauchtum: Bittprozession

Bittprozession durch Fluren, Äcker und Felder! 

Die heute noch in Regionen des deutschsprachigen Raumes praktizierten Bittprozessionen, Bittgänge, finden an einem oder mehreren Tagen vor Christi Himmelfahrt statt (Bitttage).

Früher ging es dabei vor allem um die Abwendung von Naturkatastrophen wie Missernten, Gewitter- und Hagelschäden, Erdbeben, Seuchen, aber auch Krieg.

Auch wenn man heute z.B. Naturkatastrophen nicht mehr als Folgen menschlicher Schuld und Verwirkung des göttlichen Segens ansieht, bitten Gläubige gerade in der Jahreszeit, in der die Saaten aufgehen und von vielen Krankheiten und Schädlingen bedroht sind, den Herrn der Schöpfung um seinen Segen.

Aber auch für menschliche Anliegen und für das menschliche Schaffen

Die ältesten Hinweise auf die heutigen drei Bittage vor Himmelfahrt gehen auf Südfrankreich zurück. Das geschah im Anschluss an Erdbeben und Feuersbrünste, die Vienne weithin verwüstet hatten. Der Brauch wurde bald von andern Kirchen übernommen. Schon 511 wurden die Bittgänge für ganz Gallien vorgeschrieben und um 800 auch in Rom eingeführt.

Für viele Gläubige ist die Teilnahme am Bittgang und der Messe auch ein Zeugnis ihrer Dankbarkeit.

Wir wollen diese Tradition weiter fortführen und möchten herzlich zur Teilnahme an der Bittprozession einladen.

Jedes Jahr am Montag – in der Bittwoche (die Woche von Christi-Himmelfahrt) in St. Georg Rot. Abmarsch vor der Kirche um 18.30 Uhr - Prozession mit Singen und Beten - 19.15 Uhr Hl. Messe /oder Andacht in St. Georg Rot - anschließend Einkehr im Gemeindehaus

Nehmen Sie Ihre Anliegen mit in diese Tradition - Bittet und es wird Euch gegeben.